Die Hanffaser in der Vergangenheit und heute
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Die Hanffaser in der Vergangenheit und heute

Verwendung in der Vergangenheit:

Eine der längsten und stärksten Weichfasern der Welt ist die Hanffaser, aus der die Menschen schon zu Beginn der ersten Kulturen Textilien, Seile und Kleidung hergestellt haben.

Schon damals war der Hanf mit seinen Eigenschaften eine revolutionäre Pflanze, mit der man die übliche Kleidung aus Tierhäuten durch selbst gewebte Stoffe ersetzt hat, da Hanf sehr leicht zu kultivieren ist und schnell nachwächst. Hanf ist kein neuer Trend, sondern die Rückkehr einer uralten Kulturpflanze aus der die allerersten Kleidungsstücke gemacht wurden!

In nahezu jedem Museum und jeder Sammlung von Ausgrabungen kann man sehen, dass die ältesten gewebten Materialien aus Hanf sind. In solchen Sammlungen wurden beispielsweise schon Kleidungsstücke, Textilien, sowie Sandalen und rituelle Gewänder, aber auch Wundverbänden und Teppiche gefunden. Bei der Herstellung wurden damals die langen starken Pflanzenfasern zu einem Faden gedreht und zu Strängen geflochten, wodurch ein starkes Seil entstand. Mit diesem Seil wurden Netze gestrickt, die zum Fischen und Jagen dienten. Erst lange Zeit später hatte die Weiterentwicklung der Webtechnik ermöglicht, dass immer feinere Webungen hergestellt wurden, bis aus dem Netz ein Stück Stoff wurde.

Der Schiffsbau und die Entdeckung von Amerika wäre ohne die Wunderpflanze Hanf nie möglich gewesen, denn Hanf gehörte genauso wie Holz zu den am meisten verwendeten Materialien im Schiffsbau und spielte somit bei der Entdeckung unseres Planeten eine wesentliche Rolle. Columbus transportierte mehrere Tonnen Hanf auf seinem Schiff und präsentierte bei der Ankunft in Amerika Hanfstoffe und verteilte Hanfsamen an die Ureinwohner. So wurde Hanf auch bei den Indianern zu einer Nutzpflanze. Die Hanffaser wurde für viel Zwecke verwendet, wie zB. für Seile, Segel, Netze und Kleidung. Um die Löcher auf hoher See zu stopfen wurden Teer und Hanffasern verwendet, und der komplette Schiffsboden war damit ausgekleidet. Diese besondere Naturfaser ist extrem Salzresistent und kann dadurch den Naturkräften des offenen Meeres und den ständigen Angriffen des Salzwassers standhalten. Selbst die erste Bibel und die Unabhängigkeitserklärung Amerikas wurden nachweislich auf Hanfpapier gedruckt. Ohne Hanf wäre das 17. Jahrhundert, also die Zeit in der Segelschiffe die Versorgung mit Waren und Gütern um den ganzen Globus gewährleisten, ohne Hanf niemals zu einem Goldenen Zeitalter geworden. 

Moderne Nutzung von Hanffasern:

Durch das Verbot von Cannabis am Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich in der Bekleidungsindustrie sehr viel verändert. Nicht nur, dass die ersten Maschinen entwickelt wurden, sondern auch die Verwendung von neuen synthetischen Stoffen wurde immer beliebter. Nylon, Baumwolle und andere Faserstoffe wurden zum neuen Hanf, doch in den letzten Jahrzehnten hat sich ein Trend zu einem umweltbewussten Leben entwickelt. So werden die umweltfreundlichen und nachhaltigen Eigenschaften von Hanf jetzt wieder neu entdeckt und die Uralte Kulturpflanze erlangt wieder ihren Platz in der Gesellschaft. Hanffasern wurden nicht neu entdeckt, sondern werden nach 100 Jahren Prohibition wieder aufgedeckt. Am meisten wird die Hanffaser heutzutage von der Papierindustrie verwendet um entweder Recyclingpapier zu verstärken oder Papier herzustellen. Nicht zu vergessen gilt neben der Verwendung für die Papierherstellung auch der Einsatz der Hanfpflanze als Baustoff. Die besondere Zellstruktur der Hanffaser macht es möglich, dass die die Wände Feuchtigkeit aufnehmen und später beim Trocknen wieder abgeben können und somit das Raumklima regulieren. Genau deshalb wird die Hanffaser in der Baustoffindustrie verwenden. Es können optimale Dämmstoffe für Gebäude hergestellt werden, die eine ideale Wärme-, Kälte- und Lärmisolierung haben. Neben dieser Art Hanffasern zu nutzen gibt viele neuartige Anwendungsgebiete in der Mobilindustrie – wie die naturfaserverstärkten Kunststoffe von Mercedes Benz. Ca. 15 Prozent der Hanffasern werden in der Automobilindustrie verwendet, die daraus dann Formpressteile für Tür- und Kofferraum Auskleidungen oder Armaturenbretter herstellt. Hanffaserverstärkte Kunststoffe werden immer häufiger als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen verwendet. Weitere Vorteile sind die niedrige Entflammbarkeit, der Schutz vor Schimmel und das Verhalten des Materials bei Unfällen, da keine gefährlichen Schnittkanten entstehen, wenn etwas abbricht, was die Verletzungsgefahr immens verringert. Das geringe Gewicht dieser Bauteile ist ein sehr großer Vorteil. Zehn mal leichter als Stahl und gleichzeitig doppelt so stark! Momentan werden wieder Fahrzeuge und Flugzeuge aus Hanf hergestellt. Dieser Trend ist jedoch erst am Anfang.

In der Textilindustrie wird die Hanffaser immer öfters verwendet, da der Tragekomfort von Kleidungsstücken, die aus diesen Fasern hergestellt sind, sehr hoch ist. Hanffasern filtern UV Strahlen und Elektrosmog, wirken antibakteriell und reduzieren Schweiß. In der extrem umweltbelastenden Textilindustrie ist Hanf die Lösung und eine von vielen Alternativen zur Baumwolle.

Comments (4)

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